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Neues Comenius Projekt: „Cycling routes: a bridge across Europe“

Comenius-Treffen in Bremen vom 12.04 – 17.04.10

Es begann wie alles beginnt: Mit dem ersten Tag. Nun, eigentlich war es der Tag vor dem ersten Tag, denn unsere schwedischen Gäste kamen einen Tag früher als der Rest. So standen wir also am 11.04. um 17:41 Uhr am Hauptbahnhof und haben auf den Zug aus Hamburg gewartet, der dann auch kam. Nachdem wir einige grundsätzliche Dinge geklärt hatten, gingen wir vier vorerst nach Hause, um unseren Gästen unsere Wohnungen zu zeigen, denn da sollten sie ja auch für ein paar Tage wohnen.

Am nächsten Tag durften die beiden Schweden erst einmal im Matheunterricht hospitieren bis sie ins Universum und in die Stadt gingen, um die Italiener, die am Mittag ankamen, abzuholen. Im weiteren Verlauf des Tages kamen dann auch unsere Gäste aus der Tschechischen Republik, aus der Türkei und aus Spanien.

 

Am nächsten Tag begann dann unser Programm. Wir trafen uns früh morgens um 09:00 Uhr, als unsere Gäste freundlich von der Schulleiterin Christel Kelm begrüßt worden sind. Danach lernten wir uns untereinander anhand diverser Spiele besser kennen und weil das bisherige Programm so anstrengend war, gab es auch gleich Frühstück hinterher. Dort bedienten wir uns dann, bis das Security Training anstand, bestehend aus einem kleinen Fahrrad-Parcours, in dem alle überlebenswichtigen Fahrrad-Techniken abgefragt und gelehrt wurden und aus einem kleinen Vortrag über die Verkehrsregeln in Deutschland.

Gegen 14:30 Uhr starteten wir die erste Radtour, die von unserer Schule aus über das Blockland und den Kuhgrabenweg am Fallturm vorbeiführte und dann wieder auf dem Schulhof endete. Unterwegs gab es viele Informationen über einzelne Abschnitte der Strecke wie z.B. über den Jan-Reiners-Weg.

Abends nahmen wir dann an der „Nachtwächter-Tour“ teil, die auch für uns genauso interessant war wie für unsere Gäste. Man lernte viele Seiten Bremens kennen, die in normalen Stadtführungen noch nicht einmal erwähnt werden. Besonders gefiel uns der nächtliche Spaziergang an der Weser. Zwar war es bitterkalt, doch übt solch ein Fluss auch immer einen gewissen Reiz aus.

Am nächsten Tag, Mittwoch, mussten wir noch etwas früher aufstehen, damit unsere Gäste noch etwas vom Schulleben mitbekamen. Also haben wir alle an einer Schulstunde teilgenommen und uns danach wieder zu einem „Project Meeting“ zusammengefunden, bei dem wir dann ein wenig über die Fahrradtouren des vorangegangenen Tages sprachen. Außerdem haben wir Projektinternes besprochen, wie z.B. was für ein Logo wir für die Comenius.Website nehmen und wie die Fragen für unseren Fragebogen bezüglich des Fahrrads und seiner Benutzung, den wir am Ende dann fertig stellen sollten, aussehen würden.

Die Radtour an dem zweiten Tag startete um 14:45 Uhr vor dem Dom. Als wir losfuhren war es dann doch etwas später, dafür hatten wir wieder eine sehr interessante Radtour, die bei einem Eis-Hof-Laden im Blockland endete.

Am nächsten Tag hatten wir wieder eines der „Project Meetings“, wo wir wieder über die Logos und den Fragebogen diskutiert haben und natürlich auch wieder Feedback zu der Route gestern gaben. Anschließend gab es wieder etwas zu essen und um 14:15 Uhr haben wir uns beim Roland getroffen, um eine kleine Ratshausbesichtigung durchzuführen. Dort ist übrigens auch das Gruppenfoto entstanden.

Da der Donnerstag recht kurz war bezüglich des Programms, konnten unsere schwedischen Gäste und wir natürlich auch recht früh aufstehen, um sie am Freitag um 07:25 in ihren Zug zurück zu setzen. Aufgrund der Tatsache, dass sie einen Tag zu früh gekommen sind, mussten sie auch einen Tag früher gehen, was natürlich schade für sie war, da an diesem Tage nun auch die „Farewellparty“, die Abschiedsparty stattfand.

Nun gut, nachdem die Schweden also gefahren war, hatten wir wieder ein Projekttreffen, wo wir dann final besprochen haben, welche Fragen in unseren Fragebogen kommen und welches Logo wir nehmen. Nebensächlich ging es um den nun bekannten Vulkan Eyjafjallajökull auf Island, deren Ausbruch nun die Abreise der Türken, Italiener und der Spanier verhinderte, da diese mit dem Flugzeug gekommen waren.

So hatten wir jedoch die tolle Gelegenheit noch einmal gemeinsam zu feiern:

Alle Schüler trafen sich beim Freizi Borgfeld um 19:00 Uhr. Es war für Musik und Essen gesorgt und einem schönen Abend stand nichts im Wege. Ob Tischkickern, Tanzen oder sich einfach nur mit den Leuten anderer Nationen unterhalten. Für jeden war bei dieser Party etwas dabei. Spätestens dann als endlich die grauenhafte Musik gegen Jimi Hendrix und The Police ausgetauscht wurde. Den Lehrern hätte sonst wohl etwas gefehlt.

Alles in allem hatten wir eine tolle Woche. Viele verschiedene Kulturen trafen aufeinander. Die vielen verschiedenen Sprachen waren ähnlich kurios wie unsere Gewohnheiten. Jeder benahm sich anders und überall waren sowohl Gemeinsamkeiten als auch Ungleichheiten zu entdecken.

In einer Sache waren und sind wir uns jedoch komplett gleich: Wir sind Europäer und mögen Fahrradfahren. Das ist doch schon mal ein guter Anfang für eine hoffentlich noch lange anhaltende Freundschaft.

 

Comeniusprojekt 2005 - 2008:

 

How to be a Young European

A User’s Manual for Europe (www.young-in-europe.eu)

 

Europa besteht aus vielen unterschiedlichen Kulturen und Wertesystemen, welche innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zusammentreffen. Wir glauben, dass eine fruchtbare Kommunikation in Europa nur dann funktionieren kann, wenn ein gegenseitiges Verständnis der jeweiligen Kulturen gewährleistet ist. Man sollte auf seine eigene Kultur kennen und vertreten können, aber gleichzeitig andere kulturelle Normen achten. Aus diesem Grund ist Respekt anderen gegenüber so wichtig. Respekt ist die Fähigkeit, Unterschiede zu verstehen, sie zu akzeptieren und schließlich schätzen zu lernen. Nur so können unterschiedliche Kulturen friedlich miteinander leben, ein Ziel, welches auch die EU verfolgt.

 

Respekt hat zu tun mit Höflichkeit, Höflichkeit wiederum sollte die Grundlage zwischenmenschlicher Kommunikation sein. Kommunikation kann aber nur dann funktionieren, wenn die Sprecher wissen, dass ihre kommunikativen Konventionen nicht allgemeingültig, sondern kulturspezifisch sind. Durch unser Projekt soll uns und den Schülerinnen und Schülern bewusst werden, worin diese Unterschiede bestehen, um so Missverständnisse zu umgehen und respektvoll miteinander kommunizieren zu können. Es bietet sich an, dieses Thema historisch, religiös, soziologisch und linguistisch zu beleuchten.

Das Ziel unseres Projektes ist es, aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler eine allgemeine Definition des Begriffes “Respekt” zu entwickeln und gleichzeitig ein "Handbuch" in elektronischer Form zu erstellen, welches (junge) Europäer/innen dazu befähigt, mit anderen respektvoll umzugehen (a user´s manual on how to be a young European).

 

Dieses Foto zeigt polnische, tschechische, türkische, schwedische und französische Schüler/innen und Lehrer/innen bei unserem letzten Treffen in Bielsk Podlaski, einer Kleinstadt im Osten Polens. Das war im Herbst 2006.

Unsere Projektpartner sind

Internationale Zusammenarabeit klappt hervorragend.

Schulen in der Türkei (Istanbul), Polen (Bielsk Podlaski), Schweden (Landskrona), Frankreich (Laval) und in der Tschechische Republik.

 

Intensive Zusammenarbeit

 

Die am Projekt beteiligten Schüler/innen und Lehrer/innen stehen über das Internet miteinander in Kontakt.

Die Schülerinnen, die an der Arbeitsgemeinschaft teilnehmen, kommunizieren also regelmäßig mit den Schüler/innen aus den Partnerschulen. So bilden sich allmählich Kontakte heraus, sie lernen sich kennen und tauschen sich über private Interessen ebenso aus wie über die gerade im Projekt behandelten Inhalte.

Ebenso gibt es für die LehrerInnen regelmäßige Online-Konferenzen, die Arbeit am jeweiligen Projektthema wird abgesprochen und geplant.

 
Treffen in den Partnerschulen

 
Zweimal im Jahr finden Projekttreffen in jeweils einer der beteiligten Partnerschulen statt: Aus jedem Land kommen dann zwei bis drei Lehrer/innen und zwei bis drei Schüler/innen. Die Schüler/-innen wohnen als Gäste in den Familien der Schüler/-innen des Gastlandes. Vor Ort werden die erarbeiteten Produkte vorgestellt, die Inhalte diskutiert und das weitere Vorgehen gemeinsam geplant.

 

 

Schülerdemonstrationen in Frankreich
Kennenlernaktivitäten: Treffen Laval Frühjahr 2006

Die Ergebnisse des erfolgreich durchgeführten Comenius-Projekts ("Sharing and Discussing Europe") finden Sie unter www.gymnasiumhorn.de/tateta.

Die gesamte Projektarbeit wird finanziell gefördert von der Europäischen Union (Sokrates Programm).